ULKer Pressewart in Vietnam

Unterstützung zweier Waisenhäuser in Vietnam 

Am 11.07. sind wir morgens ins Waisenhaus Go Vap gefahren. Die Heimleiterin Madame Loan war wieder sehr gerührt unseren Sohn Timm wiederzusehen, den wir vor 16 Jahren aus diesem Heim adoptiert hatten. Als wir den ersten Tag ankamen, haben Schüler einer normalen Schule zusammen mit den Kindern von Go Vap getanzt und mit ihnen gespielt.


Auf dem nächsten Bild sieht man Lan.
Sie konnte nicht laufen, ihre Füße waren verdreht. Sie sass im Rollstuhl. Lan wurde operiert und mit Hilfe von Physiotherapie, die sie noch bekommt, kann sie nun ohne Gehhilfen einigermassen laufen, so dass sie mittlerweile auch die Schule besuchen kann. Während unseres Besuches wurde Lan ein paarmal gefragt, wer wir wären und da sagte Lan: Das ist meine Mama aus Deutschland. Dank ihrer Hilfe und der Hilfe ihrer Freunde kann ich jetzt wieder laufen und in die Schule gehen. Lan spricht mittlerweile schon recht gut englisch und sie sagte mir, dass sie hart arbeitet, damit wir stolz auf sie sind.


Hier ein paar Eindrücke von dem Waisenhaus in Go Vap:


Viele Kinder mit Wasserköpfen. Sie werden einmal am Tag rausgelegt, damit sie Sonne bekommen und etwas Musik hören können. Sie werden künstlich ernährt und einige haben ein Ventil im Kopf, wo das Gehirnwasser immer abgelassen wird.


Die Schwestern in Go Vap haben einen sehr harten Job, sie kümmern sich aber alle liebevoll um die kranken Kinder.


Während unseres Besuches waren auch einige französische Volunteer dort, die sich mit den Kindern beschäftigten.
Am meisten mitgenommen hatte uns bei unseren Besuchen das Schicksal von Dong. Dong hat einen Wasserkopf, der aber schon als Kleinkind gut behandelt wurde. Dong hat ein Ventil im Kopf und dieses Ventil musste nun ausgetauscht werden. Da die Krankenhäuser in Vietnam nicht so hygienisch sind, hat Dong sich eine Infektion zugezogen und musste 2x am Kopf operiert werden und seine Lunge ist zusammengefallen. Dong wird künstlich ernährt und hat nun einige Schläuche in seinem Körper und ist an ein Beatmungsgerät angeschlossen. Man hat ihm nun im Heim ein Zimmer eingerichtet und es ist immer eine Schwester bei ihm, um nach ihm zu sehen. Madame Loan sagte Dong, dass wir gekommen sind und für ihn Geld spenden, damit er nun die teuren Medikamente bekommen kann, die er braucht, um wieder gesund zu werden. Als Dong das hörte, weinte er. Wir hoffen sehr, dass Dong es nun schafft wieder gesund zu werden. Im Januar fliegen wir wieder hin und hoffen, dann einen gesunden Dong anzutreffen.


Die nächsten Bilder sind aus dem Waisenhaus in Ba Ria. Dort leben 53 Kinder. Das Waisenhaus in Ba Ria bekommt keine Unterstützung. Wir waren dieses Jahr die Ersten, die etwas gespendet hatten. Von dem Geld von letztem Jahr wurden diese Betten angeschafft. Vorher schliefen die kranken Kinder auf dem Steinfußboden.

Dieser blinde Junge hat sich sehr über unseren Besuch gefreut und über die Süßigkeiten, die wir den Kindern mitgebracht hatten. Das Mädchen auf dem Bild liegt seit ihrer Geburt im Bett. Die Schwestern tragen sie mehrmals am Tag umher. Wir redeten mit ihr und sie lachte uns immer an, obwohl sie eigentlich nichts zu lachen hatte.

Lan, Hao und sein Bruder Kangh haben wir einmal mit zu uns ins Hotel zum Schwimmen mitgenommen. Sie waren erst mal sehr beeindruckt von den Betten. Matratzen kannten sie bisher nicht. Dann waren wir alle im Hotelpool noch schwimmen. Lan konnte nicht schwimmen. Ich habe sie dann die meiste Zeit auf den Rücken genommen und bin mit ihr durch den Pool geschwommen. Abends waren wir dann noch mit ihnen essen auf einem Boot.


Hao und seine zwei Brüder sind im Heim, weil ihre Mutter verstorben war, als sie noch klein waren und ihr Vater wollte sie nicht mehr. Hao kann nun mit unserer Unterstützung studieren. Hao schreibt mir ständig, wie dankbar er und sein Bruder ist.

Es ist schön, dass wir dank der Hilfe von Freunden wieder die Lebensqualität einiger Kinder verbessern konnten und hoffentlich das Leben von Dong retten können. Vielen Dank nochmal an Alle, die mich da unterstützen. Wir haben den Kindern in beiden Waisenhäusern versprochen nächstes Jahr wiederzukommen, um zu helfen.

Andrea Münch
Pressewart KG ULK